Philippe Soutter
führt den HCR nach Fribourg.
Das Stück «Hokuspokus» ist geeignet ab 10 Jahren. Bild: Gianni Bettucci
Mit dem Stück «Hokuspokus» lässt die Theatercompany Familie Flöz in Winterthur die Masken tanzen.
Familien Das Theater Winterthur hat neu die Sparte Performance ins Leben gerufen. Eines der Stücke darin ist «Hokuspokus», gespielt von der Familie Flöz, einer internationalen Theatercompany mit Sitz in Berlin. Performance deshalb, weil es mit verschiedenen theatralischen Mitteln wie Masken, Musik, Akrobatik, Spiel arbeitet und ohne Worte auskommt. Dadurch ist es laut Theater Winterthur nicht unmittelbar einer der klassischen Sparten zuzuordnen und gleichzeitig leicht zugänglich auch für Menschen mit wenig Theatererfahrung.
Der Company-Name stammt nach eigenen Angaben vom ersten gemeinsamen Stück «Familie Flöz kommt über Tage»: Flöz bezeichnet im Jargon des Bergbaus die Bodenschichten, in denen wertvolle Rohstoffe eingelagert sind. In ihrem neusten Stück «Hokuspokus» wollen sich die Theatermacher denn auch Schicht für Schicht dem Ursprung der Welt annähern und laden Erwachsene wie Kinder dazu ein.
«Unsere Stücke sind für alle Altersgruppen ab 10 Jahren verständlich, hoffentlich unterhaltsam und bewegend. Ein breites Publikum ansprechen zu können, ist für uns reizvoll und herausfordernd. Theater sind öffentliche Orte, es ist gut, wenn sie möglichst vielen Menschen offenstehen», schreibt Regisseur Hajo Schüler auf Anfrage.
Das Spezielle: Es kommen Masken zum Einsatz. «Masken sind auch heute ein starkes Mittel im Theater. Sie zeigen viel mehr als sie verbergen. Durch ihre Starre verführen sie die Zuschauer dazu, sie lebendig zu machen, mithilfe ihrer Phantasie, ihrer Vorstellungskraft», schreibt der Regisseur. Die imaginative Kraft des Publikums sei etwas Wertvolles. «Sie entfaltet sich wie nebenbei, sehr leicht und spielerisch.» Im Stück gehe es auch um die Beziehung von den Spielern zu den maskierten Figuren. «Im Grunde erzählen wir eine Art Schöpfungsgeschichte mit und ohne Masken.»
Zum Programm gehört auch ein (bereits ausgebuchter) Maskenworkshop für Erwachsene. Die Motivation, einen solchen anzubieten, beschreibt Schüler so: «Uns begegnen viele neugierige Menschen auf unseren Tourneen. Die Frage, warum wir mit Masken spielen, wird oft im Vorfeld gestellt. Und wenn die Zuschauer die Masken erlebt haben, kommt die Neugier, wie das Maskenspiel eigentlich funktioniert. Masken sind ein wunderbares Werkzeug, vor allem, um die Sprache des Körpers zu entdecken. All das, was wir alle jenseits der gesprochenen Sprache an Signalen aussenden, und das so viel über uns selbst verrät.»
Claudia Naef Binz
17. und 18. März, 19.30 Uhr
theaterwinterthur.ch
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